Frontalaufnahme Behrensbau, Foto: Katja Velmans

– Lederjacke, Tanzschuhe, Campingkocher: Geschichtsmuseum sucht das Lebensgefühl der 1950er Jahre

Düsseldorf. Die Lederjacke aus der Jugendzeit, die Tanzschuhe vom Abschlussball, die Campingausrüstung aus dem Familienurlaub oder die Eintrittskarte vom Rock ’n’ Roll Konzert: Die Stiftung Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen sucht persönliche Erinnerungsstücke aus den 1950er Jahren. Gefragt sind Gegenstände rund um Jugend und Mode, Musik und Tanz sowie Urlaub und Freizeit, die künftig dabei helfen können, die Geschichte Nordrhein-Westfalens zu erzählen.

Zwischen Rock ’n’ Roll und Familienurlaub

Die 1950er Jahre verändern den Alltag in Nordrhein-Westfalen. Besonders Jugendliche entwickeln neue, eigene Lebensvorstellungen. Jeans, Lederjacke und Rock ’n’ Roll stehen für neue Freiheiten, aber auch für Auseinandersetzungen mit der Elterngeneration über Moral und Autorität. Gleichzeitig verändern wachsender Wohlstand und mehr Freizeit die Lebensgewohnheiten vieler Menschen. Ausflüge und Urlaubsreisen werden für breitere Bevölkerungsschichten möglich und Nordrhein-Westfalen entwickelt sich neben dem Industrieland zunehmend auch zum Freizeitland. 

Erinnerungsstücke für das neue Museum gesucht

Für zukünftige Ausstellungen sucht die Stiftung Gegenstände, die von diesen Entwicklungen erzählen: etwa Lederjacken, Jeans und Petticoats, Tanzschuhe und Erinnerungsstücke an Abschlussbälle, Eintrittskarten und Fanartikel von Konzerten sowie Camping-, Wander- oder Wintersportausrüstung und Souvenirs. Willkommen sind darüber hinaus auch andere Objekte, die von Alltag, Erfahrungen und Veränderungen in Nordrhein-Westfalen während der 1950er Jahre erzählen und die mit einer persönlichen Geschichte verbunden sind. Denn an individuellen Erfahrungen lassen sich auch größere gesellschaftliche Veränderungen sichtbar machen und museal erzählen: neue Freiheiten und veränderte Rollenbilder ebenso wie neue Formen von Freizeit und Reisen.

Der Aufruf richtet sich an Menschen, die die 1950er Jahre in Nordrhein-Westfalen selbst erlebt haben, sowie an deren Kinder und Enkelinnen und Enkel. Auch Sammlerinnen und Sammler, Vereine und Einrichtungen mit entsprechenden Objekten sind eingeladen, sich zu melden. Die Objekte werden, sofern geeignet, dauerhaft in die Sammlung aufgenommen und können perspektivisch im Museum präsentiert werden. 

Sie besitzen ein solches Erinnerungsstück oder kennen jemanden, bei dem ein entsprechender Gegenstand erhalten geblieben sein könnte? Dann freut sich die Stiftung über Ihre Nachricht.

Kontakt für die Objekte:
Dr. Katrin Wülfing
Stiftung Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen
Jägerhofstraße 29
40479 Düsseldorf

Telefon: 0211 513 613 17

Mail: katrin.wuelfing@hdgnrw.de 
www.hdgnrw.de
 

Ein neues Museum für die Geschichte Nordrhein-Westfalens

Am Düsseldorfer Rheinufer entsteht derzeit ein neues Museum zur Geschichte Nordrhein-Westfalens. Im ehemaligen Regierungsgebäude der ersten demokratischen Landesregierungen Nordrhein-Westfalens nach dem Zweiten Weltkrieg wird ab Ende 2030 eine große Ausstellung zur Demokratiegeschichte des Landes eröffnet. Sie beleuchtet politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklungen ebenso wie den Alltag und das Zusammenleben der Menschen in Nordrhein-Westfalen. Eine zentrale Rolle spielen dabei authentische Objekte, die historische Ereignisse und persönliche Erfahrungen anschaulich vermitteln. 

Eine Bildauswahl für Ihre Berichterstattung finden Sie unter: https://hdgnrw.canto.de/b/VF0KU   

Das jeweilige Copyright sowie weitere Informationen zu den Motiven entnehmen Sie bitte der Bildbeschreibung.