Düsseldorf/Siegburg. Vom 7. bis 17. Mai 2026 ist das Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen mit seiner mobilen Ausstellung „MuseumMobil“ zu Gast im Rhein-Sieg-Kreis. Der Ausstellungscontainer steht auf dem Markt in der Siegburger Innenstadt und lädt Besucherinnen und Besucher dazu ein, Geschichte aus Nordrhein-Westfalen neu zu entdecken.
Im Rahmen des Internationalen Museumstages veranstaltet das Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit dem Stadtmuseum Siegburg am Sonntag, 17. Mai 2026, einen Sammelsonntag. Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, persönliche Objekte, Fotos oder Dokumente mit Bezug zur Geschichte Nordrhein-Westfalens mitzubringen und ihre Geschichten zu erzählen. Ziel ist es, neue Perspektiven auf die Landesgeschichte zu gewinnen und die Sammlungen beider Häuser zu erweitern.
Feierliche Übergabe des „Objekts des Ortes“ zur Eröffnung
Im Mittelpunkt der gestrigen Eröffnung von MuseumMobil in Siegburg stand die Übergabe des „Objekts des Ortes“ am MuseumMobil-Container: Ute Krupp, stellvertretende Landrätin des Rhein-Sieg-Kreises, Bürgermeister Stefan Rosemann und Dr. Gundula Caspary, Direktorin des Stadtmuseums Siegburg übergaben dem Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen eine Replik einer Siegburger Schnelle des Keramikkünstlers Rolf Krämer.
Ein anschließender Vortrag von Professor Dr. Jürgen Wilhelm, erstem stellvertretenden Vorsitzenden der Landschaftsversammlung Rheinland, widmete sich der Bedeutung des Sammelns und Bewahrens für Museen sowie der Rolle des Stadtmuseums Siegburg als bedeutender kultureller Ort in der Region zwischen Köln und Bonn.
Siegburger Steinzeug als bedeutendes Kulturerbe
Siegburg blickt als traditionsreiche Töpferstadt auf eine lange Geschichte zurück, die bis ins Mittelalter reicht – weit vor die Gründung Nordrhein-Westfalens. Mit seiner Arbeit greift Rolf Krämer historische Produktionsweisen der renaissancezeitlichen Töpferkunst auf und macht diese Handwerkstradition erneut sichtbar.
Das Objekt verweist auf die überregionale Bedeutung des Siegburger Steinzeugs, das bis ins 17. Jahrhundert hinein an Fürstenhöfen in ganz Europa geschätzt wurde. Die übergebene Replik wird in die Sammlung des Hauses der Geschichte Nordrhein-Westfalen aufgenommen, die als Grundlage für zukünftige Ausstellungen und Forschungsprojekte dient.
Aufruf zur Beteiligung: Sammelsonntag am 17. Mai
Mit dem Sammelsonntag in Siegburg setzt das Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen seinen landesweiten Aufruf fort, persönliche Erinnerungsstücke zur Geschichte Nordrhein-Westfalens zu sichern. Interessierte können Objekte vorstellen und ihre Geschichten teilen – eine Auswahl kann anschließend in die Sammlung übernommen werden.
„Nun sprechen wir anlässlich der Eröffnung von MuseumMobil in Siegburg über das große kulturelle Erbe der Stadt, wir sammeln und bewahren aber ganz vielfältige Erinnerungsstücke und Geschichten. Hierzu möchten wir alle Menschen im Rhein-Sieg-Kreis einladen“, so Dr. Stefanie Johnen, Projektleiterin von MuseumMobil beim Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen.
„Wir suchen insbesondere persönliche Dinge aus der Zeit nach 1945, mithin seit der Gründung des Landes NRW. Es geht um Zerstörung und Wiederaufbau, aber auch um die Jahrzehnte, in denen die Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler das politische Zentrum Deutschlands bildet. Wir suchen Geschichten und Dinge, die von den politischen Umbrüchen wie vom Alltag zeugen: vom Austausch zwischen zerrissenen Familien im Kalten Krieg, vom Wandel des Lebens und Arbeitens in den nördlichsten Weinbaugebieten der Bundesrepublik genauso wie von der Popkultur und Protestinitiativen in den 1980ern oder dem Abzug Belgischer Truppen vom Stützpunkt in der Wahner Heide. Ob Alltagsgegenstände, Fotografien, Flugblätter oder Baupläne: Solche Dinge machen sichtbar, wie Menschen die Geschichte in ihrem Alltag erlebt und gestaltet haben“, so Dr. Stefanie Johnen.
„Wir möchten diese Erinnerungen und Geschichten bewahren und erzählen. Daher laden wir alle Menschen im Kreis ein, ihre persönlichen Objekte am 17. Mai zwischen 14 - 17 Uhr zum Internationalen Museumstag im Stadtmuseum Siegburg zu übergeben.“
Informationen zum Projekt MuseumMobil
Der MuseumMobil-Container ist bis zum 17. Mai 2026 für alle Besucherinnen und Besucher geöffnet. An zehn Tagen können sich Interessierte jeweils von 10 bis 18 Uhr am MuseumMobil-Container mit dem Team des Hauses der Geschichte Nordrhein-Westfalen austauschen und die Ausstellung erkunden.
Der MuseumMobil-Container zeigt insgesamt 53 Exponate mit Geschichten aus allen Landesteilen. Ausgewählte Gegenstände, Dokumente und Fotos der Landesgeschichte stehen im Zentrum der Präsentation. Interviews mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sowie der interaktive Zugang über Tablets im Inneren des Ausstellungscontainers lassen Geschichte lebendig werden.
Informationen zum Sammelsonntag
Zeit: Sonntag, 17. Mai, 14 - 17 Uhr
Ort: Stadtmuseum Siegburg, Markt 46, 53721 Siegburg
Weitere Informationen unter: www.hdgnrw.de
Bildmaterial für die Berichterstattung finden Sie unter folgendem Link: https://hdgnrw.canto.de/b/J14GV
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